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Robert A. Scherl hat den durch Erfahrung geschärften Blick für Spitzenpersonal in Russland und Osteuropa (Foto: SCHERL & PARTNER)
Montag, 27.04.2009

Personalberatung - Finanzkrise macht Führungskräfte rar

Moskau. Entgegen weitverbreiteter Meinung hat die globale Krise nicht zu Überfluss an freiem Führungspersonal auf dem Markt geführt. Gute Spitzenkräfte sind rar. Bei Executiv Search, der Suche nach Top-Personal wird Qualifikation noch wichtiger.

"Viele ausländische Unternehmen unterschätzen gerade in der heutigen Situation das Personalproblem, besonders wenn es sich um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte handelt", sagt Headhunter Robert Scherl.

Zwar gebe es derzeit bei zahlreichen Unternehmen Massenentlassungen und deutliche Personal-reduzierungen, betroffen sei davon aber vor allem leicht austauschbares Personal, was damit breit auf dem Markt verfügbar werde. "In der momentanen Lage setzten Unternehmen alles daran, ihre Spitzenkräfte fester an das Unternehmen zu binden."

Während viele Unternehmen im Zuge ihrer Expansion der vergangenen Jahre ihr Personal ausgeweitet hätten, gehe es in Zeiten der Krise bei der Personalrekrutierung eher um den Austausch von Mitarbeitern durch bessere Kräfte, hat Scherl registriert, dessen Unternehmen SCHERL & PARTNER seit über 10 Jahren in Osteuropa tätig ist.

10 Jahre erfolgreich auf der Jagd nach den besten Spitzenkräften
SCHERL u. PARTNER ist ein deutscher Personaldienstleister aus Bayern mit Spezialisierung Russland und Osteuropa. Das Unternehmen ist seit mehr als 10 Jahren erfolgreich bei Executive Search , der Personalsuche und –Beratung tätig und gehört somit zu den Pionieren im Russland- und Osteuropageschäft.

Zu den regionalen Schwerpunkten des Unternehmens zählen neben Russland die Ukraine, Tschechien, Polen und Rumänien mit eigenen Büros vor Ort in Moskau, Kiev und Prag.

Alle suchen besseres Top-Personal, aber Wechselbereitschaft ist gerade bei Führungskräften gering



Diese auf dem Markt auszumachen, werde nun zunehmend zu einem Problem. Hinzu komme eine große Verunsicherung bei den potentiellen Kandidaten. "Die Wechselbereitschaft ist in ganz Osteuropa durch die Finanzkrise so gering wie noch nie zuvor während unserer Geschäftstätigkeit." Die Stimmung folgt – so Scherl - dabei dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Erhöhte Unsicherheit in bezug auf den neuen Arbeitgeber, Angst vor dem Wohnortwechsel und oft mehrmonatige Probezeiten schreckten die Kandidaten von einem Wechsel derzeit stärker ab als zuvor.

"Für unser Geschäft ist das natürlich eine grosse Herausforderung, da sich unsere Auftrageber in Zeiten der Finanzkrise auch mit absoluten Top-Angeboten stärker zurückhalten." Liege die normale Abwerbequote bei 50%, sei sie durch die Finanzkrise auf weniger als 15% anzusetzen.

Besonders erfahrene russische Manager bevorzugen eine Karriere in einem heimischen Unternehmen



Bei der Personalsuche westeuropäischer oder amerikanischer Unternehmen sein ein wachsendes Problem das nachlassende Interesse osteuropäischer Spitzenkräfte an einer Einstellung. Stattdessen wächst der Wunsch, für ein heimisches Unternehmen zu arbeiten. Stark ausgeprägt sei dies bei Russen.

Für Berufsanfänger und Studienabgänger seien ausländische Arbeitgeber vor allem für den Einstieg ins Berufsleben sehr interessant und begehrt. Erfolgsorientierte russische Mitarbeiter mit mehrjähriger Erfahrung in westeuropäischen Unternehmen setzten nun aber immer häufiger ihre Karriere in einem russischen Unternehmen fort.

Die Abwerbequote nimmt in der Krise ab – aber die Anforderungen der Firmen steigen



Verschärft werde die Situation auf dem Personalmarkt dabei noch durch deutlich gestiegene Anforderungen bei international aufgestellten Unternehmen in Osteuropa. "Wurden anfangs stets Führungskräfte aus dem Westen entsandt, so werden in Russland, Tschechien und anderen Ländern Osteuropas längst nicht nur die Positionen im unteren und mittleren Segment mit einheimischen Mitarbeitern besetzt.

Vermehrt werden auch für die Führungspositionen in den osteuropäischen Tochtergesellschaften Einheimische rekrutiert.“ Das erzeugt Engpässe auf dem Personalmarkt.

Die Zeit der Ex-Pats ist vorbei



Die Zeit der Expatriates ist jedenfalls vorbei. Biographische Verbindungen nach Russland reichen nicht als Qualifikation. So sind in den vergangenen Jahren unzählige Initiativbewerbungen von Russlanddeutschen oder ehemaligen DDR-Bürgern für eine Vermittlung auf dem russischen Markt eingegangen. Vermitteln konnte Scherl & Partner bisher keinen von ihnen.

So macht SCHERL & PARTNER auch Führungskräften, die lange in Westeuropa tätig waren und in Folge der Krise in Osteuropa anheuern wollen, kaum großen Hoffnungen auf einen guten Job im Osten.

SCHERL u. PARTNER GmbH
www.scherl-partner.com

Russische Föderation:
Tel./Fax: 7-495-642 43 93,
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Ukraine:
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Mittlerweile ist in der Region eine neue selbstbewusste und hochqualifizierte Generation herangewachsen, die das Phänomen der Expatriates zunehmend verdrängt. Länderkenntnis und Fremdsprachenkompetenz sind in Führungspositionen bei großen Unternehmen kein Einstellungskriterium mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit.

8.000 deutschsprachige Unternehmen konkurrieren um gutes Führungspersonal



Gegenwärtig sind in Russland rund 8.000 Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich tätig. Damit stellt der deutschsprachige Raum den stärksten ausländischen Investor in der Russischen Föderation dar. Das bedeutet aber auch, dass die Konkurrenz um gutes Führungspersonal gross ist – und jetzt zu Krisenzeiten eher noch zugenommen hat.

Damit die Personalsuche nicht zum Abenteuer wird, sollten sich Unternehmer gut vorbereiten sowie genügend Zeit, Arbeitsaufwand und finanzielle Mittel investieren, rät Scherl.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Markteintritt und ein dauerhaftes Bestehen in Auslandsmärkten ist auf jeden Fall eine intensive Auseinandersetzung mit den Besonderheiten vor Ort.

Erfolgreiche Personalsuche geht nur vor Ort


Wer von Westeuropa aus mit „angezogener Handbremse“, womöglich über kostenlose Anzeigen bei staatlichen Arbeitsagenturen oder durch den russischen oder osteuropäischen Geschäftsführer vor Ort nach Führungskräften sucht, wird kaum das richtige Personal finden.

Obwohl sich Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum auch weiterhin großer Beliebtheit in Russland und Osteuropa erfreuen, muss einem potenziellen Mitarbeiter in diesen Zielmärkten doch etwas mehr geboten werden, als lediglich die Aussicht, in einem renommierten Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich tätig sein zu können.

Die qualifizierten und bezahlbaren Kandidaten liegen nicht auf der Strasse



Qualifizierte Bewerber sind auf dem Arbeitsmarkt nicht frei verfügbar, sie müssen gezielt gesucht werden. Die Suche, Auswahl und Motivation von geeigneten und bezahlbaren Kandidaten ist eine Aufgabe, die idealerweise in Russland und Osteuropa selbst durch einen vor Ort erfahrenen internationalen Personalberater durchgeführt werden sollte. Darin sieht Robert Scherl unter anderem die Stärke seines Unternehmens.

Im Suchprozeß ist das Wissen um interkulturelle Unterschiede und Besonderheiten entscheidend. Immer noch wichtigstes Kriterium, um einen Arbeitnehmer für ein Unternehmen gewinnen zu können, bleibt neben der Stabilität des Unternehmens die Entlohnung.


Ein Arbeitsplatz in einem Westunternehmen reicht nicht - er muss auch gut genug bezahlt sein
Allein die Tatsache, dass man in Moskau mittlerweile für eine anständige 1-Zimmer-Wohnung in U-Bahnnähe am Stadtrand ca. 1.000,- USD bezahlen muss (im Zentrum sind dies mind. ca. 1.500,- USD), ein einigermaßen ordentlicher Kindergartenplatz mindestens 700,- USD kostet, sind Fakten, die verdeutlichen, dass man für 1.000,- USD pro Monat nur sehr schwer eine gut motivierte Sekretärin mit Fremdsprachenkenntnissen finden und langfristig an das Unternehmen binden kann – geschweige denn erfolgreiche Vertriebsmitarbeiter.

Ein guter Verkäufer mit Fremdsprachenkenntnissen kann heute in Moskau ohne weiteres ein Monatsgehalt in Höhe von 2.000 bis 3.000 Euro (netto) erwarten. Hinzu kommt ein erfolgsabhängiger Bonus, nicht selten in etwa gleicher Höhe.

Trotz Krise: das Lohnniveau in Moskau und Petersburg ist teilweise höher als im Westen



In Moskau und zum Teil auch in St. Petersburg haben die Löhne in bestimmten Bereichen westliches Niveau bereits erreicht, zuweilen auch schon überschritten.

Gehaltsniveau in Regionen steigt


In den Regionen ist das Gehaltsniveau zwar noch deutlich niedriger als in der Hauptstadt, doch auch hier sind in Industriezentren wie Novosibirsk oder in der neuen „Boom-Town“ Sotschi infolge der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 deutliche Anstiege zu verzeichnen. Dies gilt gerade für qualifizierte und erfahrene Spezialisten.

Die interkulturellen Besonderheiten können ausschlaggebend sein



Kommen noch interkulturelle Unterschiede und Besonderheiten hinzu, werde die Personalauswahl zusätzlich verschärft: So gelte es z. B. bei der Standortwahl für ein Unternehmen in Tschechien zu berücksichtigen, dass tschechische Arbeitnehmer ein anderes Verständnis von Mobilität haben als etwa russische.

Während für einen Russen eine Strecke von über 1.000 km einem Tagesausflug gleicht, stellten für einen Tschechen 50 km schon eine unüberbrückbare Distanz dar. Ein Umzug nach Moskau ist für einen Russen aus Sibirien gewöhnlich kein Problem, wohingegen ein tschechischer Arbeitnehmer aus der Region kaum nach Prag übersiedeln würde, ganz zu schweigen von einer Großstadt in die Provinz.

Wege der Personalsuche in Russland und Osteuropa viele gibt es. Erfolgversprechend ist nur einer.


Über verschiedenste Kanäle kann Personal rekrutiert werden: Es können Anzeigen und Inserate in einschlägigen Zeitungen und im Internet geschaltet werden oder die Dienste von Online-Anbietern in Anspruch genommen werden.

Als Alternative zu diesen Möglichkeiten bietet sich – vor allem um die erwähnten Probleme bei der Personalsuche zu bewältigen – die Kooperation mit einem kompetenten und seriösen internationalen Partner vor Ort an.

Für den Erfolg bei der Personalsuche ist dies gerade in Russland und Osteuropa besonders wichtig, denn nicht die Produkte, sondern die Menschen machen die Geschäfte.

(marketing/rufo/Moskau)

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